Marktgemeinde Ybbsitz

Historische Entwicklung des Gemeindewaldes


Der Waldreichtum der Gemeinde war für die Ansiedelung des eisenverarbeitenden Gewerbes mit ein Grund neben der günstigen Wasserversorgung und der Nähe zum Erzberg. Früh sicherten sich die "Schwarzen Grafen" ihren Rohstoff Holz für die Herstellung der Holzkohle, zum Betrieb ihrer Schmieden.

 

 


ZEITTAFEL:


1501:  Erwähnung des heutigen Besitzes am Prochenberg 
1513:  Schenkung "Traunstein" für die Erhaltung der Brücke in Gstadt durch Abt Andreas. 
1558:  Von der Herrschaft "Hausegg" in Gresten wurde der Besitz Ober-, Mittel- und Niederwülfach gekauft
 
1588:  Holz wird durch den Wülfachgraben zur Klaus (bei "Jagawirt") geschwemmt. 
1591:  Für den Kohletransport wird ein Weg ins Wülfach gebaut.
1598:  Ankauf des "Hubeggholzes".
1629:  Holzhacker des Grafen (Zinzendorf) nehmen den Ybbsitzern das Werkzeug weg, weil sie der Ansicht sind, dass sie auf Grestener Grund schlägern. Der "Verlorene Wald" wird der Marktgemeinde Ybbsitz zugesprochen.
1733:  "Wenn das Holz weiter so abnimmt, haben wir nichts Notwendigeres zu tun, als Gott den Allmächtigen zu bitten, dass er die ausgehackten Schläge mit genügend Holz möge bescheren".
1765:  Der Rohstoff Holz wird knapp. In den Essen wird mehr Holzkohle verbraucht, als im Wald nachwächst. Der "Bachler-Wald" (Friesling-Alm) wird für die Nutzung gepachtet.
1790:  Ein Waldförster wird angestellt.
1811:   Von der Herrschaft "Gleiß" wird der "Ungerreith-Wald" angekauft
1904:  Verkauf des Hauses "Nieder-Grasberg"
1908:  Von der Herrschaft "Stiebar" in Gresten wird der Bärnkogel mit 24 ha angekauft.
1911: die heutige Wülfachstraße wird gebaut.
1912:

im Lippental wird eine Holzknechthütte errichtet

1914:  Ankauf "Spansberg", Oberförster  Dom wird mit der Waldbewirtschaftung beauftragt
bis 1918:  Hauptzwecke Verkohlung - keine Qualitätsansprüche an das Holz, großflächige Kahlschläge waren Normalfall 
1940-1950:  Revierleitung durch Oberförster Kollmann
1952-1992:   Wirtschaftsführung durch Oberförster Ing. Adalbert Fürnschlief
1954:  Beginn der Forstaufschließung, heutiges Wegenetz beträgt 25 km
ab 1960:  Mechanisierung der Forstwirtschaft
1962:  Ankauf Gurhof
ab 1970:  Intensivierung der Forstwirtschaft, Beginn der Waldpflege, Durchforstungen,
Konflikt zwischen Forstwirtschaft und Jagdwirtschaft 
ab 1980:  Reduktion des Rotwildes 
1988: Ankauf Spitalholz
1996:  Ankauf Eggerberg 
 
 


 

Fläche:

Gesamt: 590 ha
Wirtschaftswald: 511 ha
Schutzwald i.E.   38 ha
Straßen, Lagerplätze, landw.
Flächen:
  41 ha
 


Kennzahlen:

Gelände:  durchschnittl. Hangneigung 57 %
Vorrat/Zuwachs:  308 m3 pro Hektar, 8,4 m3/Hektar
Forstwege:  25 km Wege, 46,3 lfm/ha 
  
 

 



Baumarten:
  IST  SOLL 
Fichte  63 %  50 % 
Lärche/Kiefer  17 % 10 %
Tanne    1 %    5 %
Buche  11 %  15 % 
Esche, Bergahorn    8 %  20 %