Marktgemeinde Ybbsitz

Abwasserentsorgung in Streulagen


Ungeklärte Abwässer belasten die Umwelt!


Auszug aus der NÖ Bauordnung 1996 (Novelle 2002) und dem Wasserrechtsgesetz 1959 (Novelle 2002):

Anfallende Schmutzwässer sind grundsätzlich in den öffentlichen Kanal abzuleiten, wenn eine Anschlussmöglichkeit besteht. Jede Liegenschaft muss bis Ende 2005 eine ordnungsgemäße Entsorgung der Schmutzwässer vorweisen.

Ausnahmen:
1. Jene Liegenschaften, bei denen ein Anschluss an eine Kanalisation in absehbarer Zeit geplant ist.

2. Liegenschaften, die eine Kläranlage, für die eine wasserrechtliche Bewilligung erteilt wurde und diese noch gültig ist, betreiben. Weiters muss diese Anlage dem Stand der Technik entsprechen (dieselben Reinigungswerte wie öffentliche Kläranlage aufweisen = jährliche Abwasseruntersuchung).

3. Einleitung der Schmutzwässer in eine dichte Senkgrube:
ACHTUNG:
Für 1 EW (Einwohner) werden lt. ÖNORM 150 ltr/Tag gerechnet.
Beispiel: Für eine Liegenschaft mit 4 EW fallen im Monat 150 x 4 x 30 = 18.000 ltr Schmutzwasser an. Eine Senkgrube mit 18 m3 muss monatlich entsorgt werden. (Kosten!) Eine Entsorgung auf landwirtschaftlichen Flächen ist derzeit noch möglich, wobei aber das Gülleausbringungsverbot von Dezember bis Februar gilt. Somit muss auch ein landwirtschaftlicher Betrieb mit zB 4 EW einen freien Güllelagerraum für Schmutzwässer in der Größe von mind. 54 m3 bereitstellen.

4. Biologische Kläranlage (keine Dreikammerfaulgrube!):
Dreikammerfaulgruben gelten nicht mehr als Kläranlagen. Empfohlen wird daher die Errichtung einer biologischen Kleinkläranlage. Vor der Planung sollte mit der Gemeinde Kontakt aufgenommen werden.

Derzeit werden solche Anlagen als Einzelanlagen (bis vier Objekte) von Bund und Land mit gesamt ca. EUR 5.000,- gefördert.

Detaillierte Informationen erhalten Sie auf Ihrem Gemeindeamt bzw. in der Broschüre "Abwasser reinigen" von der Umweltberatung Niederösterreich.