Marktgemeinde Ybbsitz

Planungsprozess (Chronologie)

2007/2008

Erarbeitung einer Hochwasserabflussstudie im Auftrag der NÖ Landesregierung, Abt. WA3 durch die Hydro-Ingenieure.

 

27. Februar 2008

Präsentation der Hochwasserabflussstudie

 

März/April 2008

Ausschreibung einer Machbarkeitsstudie für den Hochwasserschutz von Ybbsitz

 

14. Juli 2008

Beauftragung der Machbarkeitsstudie Hochwasserschutz Ybbsitz und zusätzlicher Vermessungsarbeiten durch den Gemeinderat

 

24. Juni 2009

Hochwasser in Ybbsitz

 

7. Juli 2009

Vorstellung der Machbarkeitsstudie Rückhaltebecken (Betroffene Grundeigentümer) und Einleitung der Grundverhandlungen

 

11./12. September 2009

Hochwasser in Ybbsitz

 

15. Oktober 2009

Exkursion zu Rückhaltebecken

 

Oktober/November 2009

Erarbeitung von Entschädigungsrichtlinien mit dem Gebietsbauamt und der Landeslandwirtschaftskammer

 

9. November 2009

Bürgerinformation - Hochwasserschutz Ybbsitz

 

2009/2010 Grundeinlösegespräche

 

17. Februar 2010

Abstimmungsgespräch Alamierungssystem mit NÖ Landesregierung, Hydrologie und Feuerwehr

 

22. Februar 2010

Planungsauftrag für Hochwasserschutz Seisenbacher/Fuchs

 

15. März 2010

Wasserrechtsverhandlung für die Hochwasserschutzprojekte

- Steiner (Schütt)

- Mobiler Hochwasserschutz Heiligenbrunner

 

7. Juni 2010

Abstimmungsgespräch mit Firmen

 

24. Juni 2010

Exkursion nach Krems - Alamierungssystem

 

19. Juli 2010

Auftragsvergabe Alamierungssystem

 

8. September 2012

Abstimmungsgespräch - Gutachten zur Grundeinlösung und Beanspruchung von Grundflächen

 

24. September 2010

Der NÖ Zivilschutzverband lädt, am Freitag, den 24. September 2010 in das Kompetenzzentrum der NÖ Landesregierung in Tulln, zu einem Hochwasserinformationstag

 

28. September 2010

Vorlage Gutachten zur Entschädigung/Abgeltung für Grundaufbringung

 

4. Oktober 2010

Grundsatzbeschluß zur Teilnahme an der Aktion "Wassergemeinde"

 

6. Oktober 2010

Besprechung Unterlieger

 

Oktober/November 2010

Kostenermittlung bei Entschädigungszahltungen nach Planung

 

2. Dezember 2010

Bürgerinformation Unterer und Oberer Gurhof

 

13. Dezember 2010

Vorlage -  Status Bericht Hochwasserschutz

(Planungs- bzw. Projektsstand)


31. Jänner 2011

Baubeiratssitzung im Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung WA3


Februar - April 2011

Übergabe aller Unterlagen zwecks Grundeinlösung bzw. Entschädigungszahlungen einschließlich genaue Ablösesumme (Anbot) und Zustimmungserklärung an alle Grundeigentümer


25. März 2011

Vorlage generelles Projekt


6. Oktober 2011

Besprechung weitere Vorgangsweise

 

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27. Februar 2008 - Präsentation

HOCHWASSERABFLUSSSTUDIE

 

Im Auftrag des Landes NÖ wurden für das Gebiet der Schwarzen Ois und der kleinen Ybbs jene Bereiche ermittelt, die bei Hochwasser überflutet werden. Die Ergebnisse wurden im Gasthof "Zum Goldenen Hirschen"  von der beauftragten Planungsgemeinschaft Hydroingenieure präsentiert.

 

 

Die präsentierten Ergebnisse sind die Voraussetzung für alle weiteren Planungen im Zusammenhang mit Hochwasserschutz. Mit moderner Lasertechnik wurde dazu der Talraum der Bäche aus der Luft vermessen und so ein digitales Geländemodell entwickelt. Mit hydraulischen Berechnungen wurden die Auswirkungen unterschiedlicher Hochwässer (HQ30, HQ100 und HQ300) ermittelt. Das Ergebnis ist eine Darstellung, welche Grundstücke und Häuser in Ybbsitz immer wieder überflutet werden und welche Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten dabei zu erwarten sind. Eine erste Machbarkeitsstudie für zukünftige Schutzbauten wurde präsentiert.

 

Damit liegen die Grundlagen für entsprechende Hochwasserschutzplanungen und für eine Abstimmung mit dem Flächenwidmungsplan vor. Die Pläne wurden im Gemeindeamt (Sitzungssaal) über 3 Wochen für interessierte Bürger ausgehängt.

 

Link: Hochwasserbereiche in Niederösterreich

 

 

Beauftragung

MACHBARKEITSSTUDIE HOCHWASSERSCHUTZ YBBSITZ

 

Gemeinsam mit der NÖ Landesregierung, Abt. WA3-Amstetten wurde eine Ausschreibung für die Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie vorgenommen, deren Ziel es ist, unter Einbeziehung des Prollingbaches und der Schwarzen Ois den Hochwasserschutz für Ybbsitz planlich zu definieren und die Umsetzbarkeit zu klären.

In der Projektierung sind Retentionsüberlegungen im Oberlauf, Optimierungen des Abflussvermögens der Bäche im Ortsgebiet sowie die Thematik der Brücken und der Wasserkraftnutzung aufgenommen und Lösungsmöglichkeiten auszuarbeiten.

Nach erfolgter Ausschreibung wurden die Leistungen an das Ziviltechnikbüro Pfeiler & Lang in Amstetten als Bestbieter (Auftragssumme € 39.240,00 inkl. Ust.) vergeben.

Zusätzlich wurde das Vermessungbüro DI Lubowski ZT GmbH mit Leistungen in der Höhe von € 13.895,00 beauftragt.

 

 

7. Juli 2009 - Vorstellung Machbarkeitsstudie

Rückhaltebecken (Betroffene Grundeigentümer)

 

Die Planungsarbeiten sind nach der Geländeaufnahme, Ermittlung der hydrologischen Grundlagen, der Einzugsgebiete und einer Abstimmung der Dauer und Form der Hochwasserwellen soweit fortgeschritten, dass die Rüchhaltebecken planlich dargestellt werden konnten.

 

 

Die Pläne weisen die Festlegungen der Standorte, die Anzahl der möglichen Rückhaltebecken und das Speichervolumen samt den dazu notwendigen Flächen aus.

Am 7. Juli wurden die Pläne den betroffenen Grundbesitzern erstmals präsentiert und die den darauffolgenden Wochen werden die konkreten Grundeinlösungsverhandlungen eingeleitet.

 

 

Für die Öffentlichkeit und für jeden interessierten Ybbsitzer wurden die Planunterlagen am Gemeindeamt, während der Amtsstunden ausgestellt und es konnte jederzeit Einsicht genommen werden.

 

 

EXKURSION RÜCHHALTEBECKEN

 

Am 15. Oktober organisierte die Gemeinde eine Exkursion zu verschiedenen Rückhaltebecken. Das beauftragte Ingenieurbüro Pfeiler & Lang erstellte das Besichtigungsprogramm.

 

Im Bereich Gablitz / Mauerbach wurden Beckenanlagen mit 30.000 - 200.000 m³ Speichervolumen und im Südwestburgenland in der Nähe von Oberwart Beckenanlagen mit ca. 200.000 - 600.000 m³ Speichervolumen besichtigt.

 

 

Eingeladen waren alle Grundeigentümer, die durch die in Ybbsitz vorgeschlagenen Anlagen betroffen sind. Die Exkursion wurde genützt um sich über die damit verbundenen Baumaßnahmen, wie Dämme und Durchlassbauwerke, aber auch über erste Erfahrungen bei Hochwässern und der damit verbundenen Beeinträchtigungen bei der Bewirtschaftung genauestens zu informieren.

 

 

9. November 2009

BÜRGERINFORMATION - HOCHWASSERSCHUTZ

 

Der Saal des Gasthauses "Zum Goldenen Hirschen" war bis zum sprichwörtlichen letzten Platz besetzt, als am Montag, den 9. November die Planer des Hochwasserschutzprojekts vom Büro Pfeiler & Lang ihre Überlegungen und ausgearbeiteten Maßnahmen präsentierten.

 

 

Bgm. Hofmarcher begrüßte eingangs die zahlreichen interessierten Ybbsitzer Bürgern und präsentierte ein mit vielen Experten besetztes Podium. So stellten sich im Anschluss an die Präsentation Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Amstetten, der Abteilung WA3 (NÖ Wasserbauabteilung) sowie des hydrologischen Dienstes des Landes, des Straßenbaus und der Abteilung für Wildbachverbauung den Fragen und der Kritik der Teilnehmer.

 

 

Zuvor aber erläuterten die beiden Wasserbau- und Hochwasser-schutzexperten DI Huber und DI Haydn die Grundzüge des Konzepts und ließen dabei keinen Zweifel daran, das dieses "Jahrhundertprojekt" ohne die Errichtung von mehreren Rückhaltebecken in den Oberläufen von Prollingbach, Theuretzbach und vor allem der Schwarzen Ois zum Scheitern verurteilt wäre. Nur mit diesen Rückhaltebecken könne laut Experten die Spitze der Hochwasserwelle abgefedert werden und die Flutwelle zeitlich verlängert und dafür niedriger gehalten werden. Natürlich schlagen die Planer auch "lineare" Maßnahmen vor allem im Ortsbereich von Ybbsitz vor. So sollen etwa Mauern, entlang der Grestner Straße, Dämme und modernisierte Wehranlagen Verbesserungen bringen. Ziel der Planer ist es, im Falle eines HQ 100-Hochwassers (100-jähriges) die Durch-flussmenge beim Referenzpegel bei Gurhof auf max. 80 m³/sek. zu minimieren. Beim letzten verheerenden Hochwasser waren es dort 140 m³!!!

 

 

Kritik äußerten in der Diskussionsrunde die Betroffenen der letzten Hochwässer an den oft veralteten Wehranlagen, die sie für das Ausmaß der Überflutungen hauptverantwortlich machen. Dies wurde allerdings von den Technikern relativiert und das Potential, das durch verbesserte Wehranlagen bestünde, wurde von DI Huber als eher gering eingestuft.

 

 

Für die meisten im Saal war die Frage nach der zeitlichen Umsetzung der Schutzmaßnahmen die wohl wichtigste. Hier versicherten die Vertreter der Behörden, des Landes, der BH und der Gemeinde alles daranzusetzen, möglichst rasch in die Umsetzungsphase zu kommen. "Bevor wir aber beginnen können, muss ein fertiges Konzept am Tisch liegen, denn nur so sind auch die benötigten Föderungen zu lukrieren", so der Bürgermeister und die Vertreter des Landes.

Darüberhinaus wird die "Schütz-Brücke" beim Bahnhof neu und ohne Mittelsteher errichtet und soll bereits 2010 fertiggestellt sein.



25. Oktober 2012

Buchpräsentation "Entfesselte Gewalten - Ybbsitz un die Hochwässer"

 

Dank der finanziellen Unterstützung des Forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung ist es gelunden, die Hochwässer und Überschwemmungen, die seit Jahrhunderten Ybbsitz heimsuchten zu erheben und in einem Büchlein zusammenzufassen. Der Historiker Mag. Martin Prischl hat in mehrjähriger Arbeit Quellen aus dem Marktarchiv, dem Landesarchiv, dem Stiftsarchiv Seitenstetten und aus diversen Firmen und Privatarchiven ausgewertet und zusammengeführt. Neben dem Blick zurück, soll diese Publikation weiter für Naturereignisse wie Hochwässer sowie für Schutzmaßnahmen sensibilisieren.


  


16. November 2012

Hochwasserschutz Fuchs / Seisenbacher

 

Genau zum Baubeginn des Hochwasserschutzes Fuchs/Seisenbacher, informierte sich Landesrat Dr. Stefan Pernkopf über den Projektstand und biete seine weitere Unterstützung an.