Marktgemeinde Ybbsitz

Schutzmaßnahmen 2012

Spatenstich für Hochwasserschutz
Betriebsgebiet Fuchs/Seisenbacher


Unter Anwesenheit von LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka, dem Leiter der Wasserbauabteilung des Landes, zahlreicher Ehrengäste, Mitarbeiter und Nachbarn wurde der Spatenstich für das Projekt zum Schutz der Firmen Seisenbacher und Fuchs gesetzt.

   
 

Mit der Umsetzung der Arbeiten wurde die Fa. Traunfellner asu Scheibbs unter Beiziehung der Fa. Anton Pichler (Erdarbeiten) geauftragt. Auftragssumme € 825.000,-- wovon 80 % (€ 660.000,--) mit Mitteln des Landes NÖ und des Bundes finanziert werden. Der Interessentenanteil von 20 % (€ 165.000,--) wird zu gleichen Teilen von der Fa. Fuchs und Fa. Seisenbacher getragen.

Die geplanten Maßnahme beinhalten die Errichtung einer Hochwasserschutzwand mit einer Länge von rund 205,00 m, eine durchgängige Bachbettaufweitung und Absenkung des Geländes sowie ein Entwässerungssystem zur Ableitung des anfallenden Dach- bzw. Regenwassers vom Betriebsareal im Hochwasserfall.

Die Maßnahmen werden auf eine Hochwasser mit 100-jähriger Auftritts-wahrscheinlichkeit bemessen. Entlang der beiden Firmen und unterhalb am Gelände der Sportanlage wird zum Ausgleich der verdrängten Wasserkubatur eine Fläche von 1.500 m² abgegraben. Das gesamte Abtragsungsvolumen beträgt rund 2.500 m³.
Mit dem Bau wird umgehend begonnen, die technische und geschäfltiche Bauleitung obliegt dem Büro Pfeiler & Lang in Amstetten und die Arbeiten werden bis Mai 2013 abgeschlossen sein
.

LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka, der im Krisenjahr 2009 rasche und umfassende Unterstützung seitens des Landes zugesagt hatte, betonte beim Spatenstich die enorme Bedeutung des Hochwasserschutzes für das Betriebsareal zur Sicherung von Arbeitsplätzen und des Wirtschaftsstandortes Ybbsitz.

   
   
   



Schutzmaßnahmen 2011

Baubeginn für Hochwasserschutz "Auf der Schütt
"


Mit einem Investitionsvolumen von € 100.000,-- werden im Mündungsbereich der Kleinen zur Großen Ybbs zwei weitere wichtige Maßnahmen gesetzt.


* Die bestehende Verbauung zum Schutz der Häuser Kefer, Raab und Heiligenbrunner wird auf einer Länge von ca. 80 m erhöht und Unterbrechungen mit mobilen Schutzelementen geschlossen.


 

* Das Siedlungsgebiet auf der Schütt mit den Wohnobjekten Steiner, Leutgeb, Spindelberger und Selden wird durch die Errichtung eines ca. 45 m langen und über 2,00 m hohes Dammes geschützt.


   


Planung: Büro Pfeiler & Lang
Die Bauausführung erfolgte und Leitung der Abteilung WA3, NÖ Landesregierung.


Regenwasserkanalbau Wirtschaftspark


Zwecks schadloser Ableitung von Regenwasser aus dem Außeneinzugsgebiet für den Wirtschaftpark und zum Schutz der Siedlungshäuser Kefer, Raab und Heiligenbrunner wurden Betonrohre mit einem Durchmesser von 1,50 m verlegt.

 

   


Hochwasserschutz Feketgraben


Rechtzeitig vor Eröffnung des Wirtschaftsparkes wurde der Feketgraben auf einer Länge von ca. 80,00 m tiefergelegt und hochwassersicher ausgestaltet.

Die Arbeiten wurden vom Forsttechnischen Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung unter Leitung von HR Dipl.-Ing. Johann Grafinger ausgeführt.


   
   


Gesamtbaukosten € 51.000,--

 

Weiterführung der Bachaufweitung im Bereich der Fa. Wagner/Waidhofner Straße

 

Nach Fertigstellung der Bahnhofsbrücke und vor Abschluß der Arbeiten für die neue Bushaltestelle Schwemmau, wurde das Bachbett flußabwärts großzügig verbessert und eine wesentliche Verbesserung des Abflußverhaltens bei Hochwasser hergestellt.

 

   
 
   
   

 

Die Arbeiten erfolgten durch die Fa. Anton Pichler, unter der Aufsicht der NÖ Landesregierung, Abt. WA3.

 

Gesamtbaukosten € 30.000,--

 


Sofortmaßnahmen 2010

 

Hochwasserschutz für Wirtschaftspark

 

Die Herstellung der Hochwassersicherheit ist die Voraussetzung für die Nutzung der Talböden wür Bauland-Betriebsgebiet.

Für die Schaffung des Wirtschaftsparkes Ybbstal mit deiner bebaubaren Fläche von 55.000 m² mußte eine Gerinneaufweitung mit einer Fläche von 5.000 m² durchgeführt werden.

 

   

 

Mit den erforderlichen Arbeiten wurde Mitte März die Fa. Anton Pichler beauftragt. Die Arbeiten beinhalteten den Abtrag von ca. 14.000 m³ Erdmaterial, Steinschlichtungen und Böschungen samt Begrünung.

 

   

 

Gesamtbaukosten € 250.000,-- inkl. Mehrwertsteuer

 

Baubeginn für Straßendurchlässe in der Prolling

 

Vier Straßendurchlässe, die bei Hochwasser immer wieder zu Verklausungen und Überflutungen geführt haben, werden von der Straßenbauabteilung Amstetten vollkommen neu hergestellt.

 

   

 

Im Jahr 2010 wurde mit dem Bau begonnen und der erste Straßendurchlaß im Bereich Klein Meierhof/Güterweg Thüring bereits fertiggestellt.

Die Ausführung der weiteren Durchlässe wurde in Angriff genommen. Fertigstellung 2011.

Gesamtbaukosten € 75.000,--

 

Neubau der Bahnhofbrücke

 

Auf Grund der schwierigen Situation für die Anrainer bei Hochwasser, in diesem Bereich wurde durch Landesrat Dr. Sefan Pernkopf anstelle einer Sanierung ein vollkommener Neubau der Brücke erwirkt und in nur 2 Monaten Bauzeit umgesetzt.

 

   
   

 

Die neueerrichtete Brücke liegt auf weiter in den Uferbereich zurückgesetzten Widerlagern, ist etwas höher gelegt und weist dank einer schlankeren Konstruktion ein vergrößertes Durchflußprofil auf. Der Mittelsteher, an dem bei Hochwasser hängengebliebene Äste für Verklausungen gesorgt hatten, wurde gänzlich beseitigt.

 

   

 

Unter Anwesenheit zahlreicher Ybbsitzer wurde die Brücke am 10. Dezember 2010 feierlich eröffnet und von GR P. Vinzenz Kinast gesegnet.

 

   
   

 

Landesrat Stefan Pernkopf dankte allen mit der Ausführung betrauten Firmen und ihren Mitarbeitern und den von Umleitungen betroffenen Anrainern für ihr Verständnis.

Baukosten € 300.000,--

 

Einbau Rückstauklappen

 

Mit Stand 31.12.2010 kann die Gemeinde berichten, das 32 Rückstauklappen seit dem Hochwasser im September 2009 der betroffenen Bevölkerung kostenlos zur Verfügung gestellt wurden.

 

   

 

Der Einbau erfolgt unter Beratung und Hilfestellung durch die Gemeindemitarbeiter.

Kosten der Gemeinde € 10.770,--

 

Bachbettaufweitung Musikvereinshaus

 

Sämtliche im 30jährigen Hochwasserabflussbereich liegenden Bauvorhaben sind genehmigungspflichtig. Um keine Verschlecherungen bei Hochwasser herbeizuführen, sind Strömungsberechnungen und Nachweise über die Auswirkungen auf Anrainer vorzulegen owie erforderliche Schutzmaßnahmen am Objekt und Kompensationsmaßnahmen danach abzustimmen und umzusetzen.

 

   
   
   

 

Im Zuge des Musikvereinshausbaues, kam es durch die erforderliche Aufweitung zu einer wesentlichen Verbesserung. Nicht nur das Gebäude wurde vom Ufer abgerückt, auch die bestehende Stützmauer wurde zurückgesetzt und so mehr Platz für das Abfliessen des Hochwassers geschaffen.


Anteilige Baukosten € 15.000,--

 

Sofortmaßnahmen 2009

 

 

Bachbetträumung und Uferpflege

 

Im Spätherbst, vor Einbruch des Winters wurden über 5.000 m³ Schotter-material von Anladungen nach den Hochwässern (Juni und September), aus den Bächen im verbauten Gebiet entfernt.

 

   

 

Die Arbeiten wurden mit der Wasserrechtsbehörde, dem Stift Seitenstetten und mit dem Fischereiberechtigten auf Basis eines genauen Räumungs-planes abgestimmt und danach unter Aufsicht der Wasserbauabteilung - WA3 von der Fa. Anton Pichler durchgeführt.

 

   

 

Eine ganz wesentliche Arbeit war die Pflege bzw. teilweise Beseitigung des Baumbestandes, wo es beim Hochwasser, bedingt durch Verwirbelungen, zum verstärkten Wasseraustritt und zu Uferanbrüchen kam.

 

Baukosten € 50.000,-- 


 

Gemeinderatsbeschluß - Förderung Rückstauklappen 

 

Der Gemeinderat hat mittels Dringlichkeitsantrag beschlossen, den Einbau von Rückstauklappen am Schmutzwasserkanal bei den einzelnen vom Hochwasser betroffenen Liegenschaften zu unterstützen. Die Unterstützung beinhaltet die Übernahme der Kosten für die Beistellung der Klappe und die Montage am Kanalrohr.

 

 

Sanierung Uferschutz

 

Mit Unterstützung aus Mitteln des Katastrophenfond und der Marktgemeinde Ybbsitz wurden im Bereich der Fa. Eduard Wagner und im Bereich der Liegenschaft Haselgraben 3 (Fam. Aigner) Uferanbrüche saniert und die bestehenden Werkstätten - und Wohnobjekte gesichert.

 

   

 

Gesamtkosten € 22.000,--

 

 

Sanierung der Bundesstraße

und

Gerinneaufweitung (Verbesserung des Abflußverhaltens)

 

Durch die Straßenmeisterei Waidhofen an der Ybbs wurde in mehrwöchiger Abeit mittels Steinschlichtung und Magerbetonhinterfüllung die vom Hochwasser unterspülte Fahrbahn der Bundesstraße gesichter.

Baukosten € 80.000,--

 

   

 

In Ergänzung zur Fahrbahnsicherung wurde flußabwärts entlang des Radweges mit Unterstützung der Straßenbauabteilung (Amt der NÖ Landesregierung) die Steinschlichtung auf eine Länge von ca. 90,00 m weitergeführt und dadurch das Bachbett aufgeweitet und das Abflußverhalten verbessert.

Baukosten € 45.000,--

 

 

Sicherungsmaßnahmen am Sonnenhang

 

Auf Grund wiederholter Verklausungen bei Hochwasser im Bereich des Gerinnes Gröbl/Sonnneck am Sonnenhang wurden Maßnahmen gesetzt.

 

   

 

Da das Gerinne bei extremen Niederschlägen zu einem Wildbach ausartet, wurde dieses auf eine Länge von ca. 50 m mit Steinen stabilisiert und ein Grobrechen durch den gemeindeeigenen Bauhof eingebaut.

 

Ebenso wurde der bei Hochwasser immerwieder überflutete Schmiedemeilen-weg im Bereich der Fahrngruberwehr hochwassersicher saniert.

Baukosten gesamt € 13.000,--

 

 

Hangrutschung im Bereich Brunnengasse

 

In der Nacht von 11. auf 12. September musste umgehend das Anwesen Schleifenlehner (Brunnengasse) geräumt werden. Durch die massiven Niederschläge hat sich ein Hangabschnitt gelöst und ist Richtung Wohnhaus Brunnengasse ge­rutscht, das teilweise eingeschüttet wurde.

 

   

 

Weitere Hangrutschungen im Bereich Kreuzstöckl brachten ebenso Vermurrun­gen und Schäden mit sich. Umgehend wurde am nächsten Tag das Wohnhaus freigelegt und an die 270 m³ Erdmaterial abtransportiert. Kurzfristig wurden im Zuge einer Sofort­maßnahme eine Sanierung des Hanges bzw. der Böschung durch den Forsttechni­schen Dienst (Wildbach- und Lawinenver­bauung) durchgeführt und das betroffene Wohngebiet gesichert.

 

 

Sicherung Anwesen Hintereck

 

In einer finanziellen Kraftanstrengung von Land, Gemeinde und Grundeigentümern konnten die Hangrutschung sowie be­trächtliche Schäden am Güterweg Vorder­eck-Hintereck einer Sanierung zu­geführt werden.

 

   

 

Der Schaden vom Juni 2009 wurde durch umfassende Entwässerungs-maßnahmen und abgetreppter doppelter Steinschlich­tung, in Gewölbeform verlegt, behoben. Die Arbeiten wurden von der Güterwege­bauabteilung (L. Luger) in Zusammenwir­ken mit Vizebürgermeister Anton Pechhacker geleitet und von der Fa. Kraml umgesetzt.

Tatsächliche Baukosten rd. € 150.000,--