Marktgemeinde Ybbsitz

Wo ist mein Kulturerbe?

Zeitgleich mit dem Ferraculum kam es am Samstag, den 16. Juni zur Uraufführung des Stummfilms „Wo ist mein Kulturerbe?“.

 

   

 

Eingeleitet wurde das Abendprogramm mit musikalischen und kulinarischen Köstlichkeiten in den lauschigen Gastgärten.

 

Für Blasmusik vom Feinsten sorgte die „Ybbstaler Böhmische“ unter der Leitung von Stefan Bleiner und die Ybbsitzer Schuhplattler führten mit ihren Darbietungen die Besucher mit Tradition hin zum Kunstprojekt in Form des Stummfilmes im Rahmen des Viertelsfestivals NÖ-Mostviertel 2012.

 

   
   

 

Über eine Videoleinwand präsentierten um 22.00 Uhr die beiden Künstler Vasyl Gudyma (UA) und Joseph Hofmarcher (A) in Bild und Ton abstrakt Kulturverständnis, Werte und Identität.

 

   

 

„Sehr schnell, sehr langsam, wirklich, künstlich.“ Wenn all diese Prädikate einem Kurzfilm praktisch in einem Publikums-Atemzug attestiert werden, dann ist das allein schon der Beweis dafür, dass hier Außergewöhnliches geschaffen wurde.

 

   

 

Der Ybbsitzer Joseph Hofmarcher und Vasyl Gudyma aus der Urkaine gingen in einer musikalisch unterlegten Stummfilm –Studie zum Thema „Wo ist mein Kulturerbe“ der Unesco-Auszeichnung nach, die in der Anerkennung von „Schmieden in Ybbsitz“ als immaterielles Weltkulturerbe zum Ausdruck kommt. Dass vor der Premiere Ybbsitzer Schuhplattler und Volksmusikanten sozusagen den „roten Teppich“ für den Film ausrollten, gab der Veranstaltung Bodenhaftung und Perspektive zugleich.

 

   

 

Joseph Hofmarcher war für die feine elektronische Gewandung des Stummfilms verantwortlich. Die treffende Tonposition zur filmischen Avantgarde Gudymas, beides jedenfalls beeindruckend auf Höhe der Zeit. Da ließen es sich der Botschafter der Republik Ukraine, Andrii Bereznyi, und Nationalrat Günter Kössl nicht nehmen, zu der Filmpremiere ins nächtliche Ybbsitz anzureisen.

 

   

 

Beide zeigten sich begeistert vom Aufeinander zugehen der Jugend über das Schmieden in Ybbsitz. Der ukrainische Botschafter würdigte die beiden Künstler und ihr Engagement.

 

Die Besucher ließen bei herrlichem Sommernachtswetter und bei Musik von Mario Malidus den Tag ausklingen.